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#Wmdedgt 07/2017

Ich habe mich schon auf diesen Tag, den 5. im Monat, gefreut. Denn heute fragt Frau Brüllen in die Welt: Was machst du eigentlich den ganzen Tag?
Das nehme ich als Grund mal genau zu schauen was wirklich so den ganzen Tag passiert, es aufzuschreiben und am Abend oft zu staunen: Das war alles an einem Tag?
Und dann darf man auch ruhig mal sagen: „Gut gemacht!“ Das tue ich nämlich so gut wie nie, ich bin eher unzufrieden mit mir, weil ich mal wieder weniger geschafft habe als ich wollte. Ist es nicht viel wichtiger, den Fokus auf das Positive zu legen? Also, auf all die Dinge, die man erledigt hat?
Danke, Frau Brüllen, dass du mich am 05. eines jeden Monats erinnerst!

Ich wache von Krötes Gequatsche auf. Es fühlt sich noch früh an. Sehr früh. Das Babyphone schiebe ich unter mein Kissen, das gemeinsam mit meiner oberen Körperhälfte im  Beistellbett (aka „Rausfallschutz für Mama“) liegt, da der Mukkel irgendwann in der Nacht meinen Platz im Bett eingenommen hat.  Schlaftrunken höre ich Krötes Erzählerei zu, bis er ziemlich energisch wird. Bevor Mukkel aufwacht stehe ich auf. Der Wecker zeigt 05:15 Uhr.
In Krötes Zimmer werde ich von einem breiten Grinsen und ausholendem Winken begrüßt. Ich gebe ihm einen Kuss auf die Stirn und nehme die Stäbe aus dem Bettgeländer heraus (zur Nacht bauen wir sie ein, da Kröte so wühlig schläft und auch schon mal aus dem Bett fällt). Dank seines Schlafanzuges mit Füßen kann er sich gut bewegen und klettert auch gleich aus dem Bett und läuft zielstrebig an mir vorbei.
Ich gehe ins Bad und mache mich für den Tag fertig.
Als ich soweit bin, steht der Mann auf und zieht Kröte um. Ich gehe runter und bereite Mukkels Brotdose für den Kindergarten vor und packe seine anderen Sachen zusammen. Zwischendurch koche ich Kaffee, räume Liegengebliebenes auf und versuche etwas von den Morgennachrichten zu hören.
Jetzt ist Kröte auch fertig und boykottiert meine morgendlichen Arbeiten mit besten Kräften.  Ich mache ihm was zu trinken und biete etwas zum Knabbern an. Frühstück bekommt er gleich bei Oma.
Mukkel torkelt die Treppe hinunter. Er ist noch müde – gerade wehrt er sich abends sehr gegen das Einschlafen. Deshalb ist er müde, quengelig und mault rum. Ich zeige ihm sein Kindergartenfrühstück und lasse es abnicken. Dann bekommt er eine Schale Cornflakes, die er nur auf meinem Schoß sitzend essen kann. Kröte nutzt die Gelegenheit meiner Gefangenschaft und klettert in Windeseile auf den Tisch. Dort räumt er erstmal alles ab was drauf steht. Es sind zum Glück nur ein paar Papiere und PET-Flaschen. Ich lasse ihn, und hoffe auf das schnelle Erscheinen des Mannes.
Endlich sind alle irgendwann fertig mit Frühstück und angezogen, die Taschen sind gepackt, das größte Chaos aufgeräumt, wir können das Haus verlassen. Es ist 06:50 Uhr.
Ich setze Mukkel in Papas Auto während der Mann unseren anderen Sohn in mein Auto setzt. Mit herrlichen Liebesschwüren („Mama, ich lieb dich so, schon seit es Dinosaurier gib! So lange!“) verabschiede ich mich von dem großen Kind und von meinen Mann mit einem Kuss und steige in mein Auto. Wir starten als Mini-Kolonne in den Tag.
Um 07:05 Uhr klopft Kröte energisch an Omas Haustür. Es dauert nicht lang, da klopft es zurück. Erst wird der Zeigefinger auf jeder Seide auf das Glas gedrückt, dann die ganze Hand. Schließlich öffnet sich die Tür.
Während meine Mutter und ich kurz die Nacht und den Tag besprechen inspiziert Kröte genauestens die unteren Räume, prüft Lichtschalter auf Funktionalität und Schubladen auf Inhalte.
10 Minuten später habe ich mich mit vielen vielen Küssen von meinem jüngsten verabschiedet und sitze wieder im Auto.

Pünktlich komme ich im Büro an.

Es ist 12:30 Uhr – Feierabend. Ich räume meinen Schreibtisch auf, fahre meinen Rechner runter und verlasse das Büro.

Ich fahre heute als erstes Kröte abholen. Kurz vor 13:00 Uhr nehme ich meinen Bub in den Arm und knutsche ihn ausgiebig ab. Nur für den Fall, dass ihm die morgendlichen Knutscher nicht ausgereicht haben, so über den Morgen und Vormittag verteilt.
Wir suchen Krötes Sachen zusammen, meine Mutter erzählt mir kurz Wissenswertes über Krötes Tag und dann fahren wir nach Hause.
Es ist 13:15 Uhr.
Ich stelle schnell noch eine Maschine Wäsche an und schicke eine E-Mail an einen Reiterhof, der auch Reittherapie anbietet.
Um 13:35 Uhr sitzen wir wieder im Auto und fahren in den Kindergarten, Mukkel abholen.
Auf dem Rückweg hole ich meinen Mantel aus der Reinigung und wir gehen einkaufen.
Um 14:30 Uhr kommen wir- schon wieder – zu Hause an. Die Jungs toben durch den Garten während ich die Einkäufe auslade und einräume.
Ich belade den Wäschetrockner mit der fertigen Wäsche und die Waschmaschine mit der nächsten Ladung Schmutzwäsche.
Ein Blick in den Garten sagt mir, dass ich Kröte umziehen muss. Er hat sich mit der Seifenlösung aus der Seifenblasenmaschine eingecremt.
Vorher tausche ich den Inhalt meiner Tasche von „Büro“ auf „Mutter“ um und schnappe mir Kröte. Ich ernte natürlich lautstarken Protest, der sich auch während des Umziehens und Windel wechselns nicht bessert.
Ich schaffe es, dass die Kinder und ich um 15:00 Uhr wieder im Auto sitzen. Einmal durchatmen und los gehts, zurück zur Oma. Kröte hat einen Termin und Mukkel geht derweil mit Oma zur „Hühnerfrau“, füttern und Eier kaufen.
Um 15:10 Uhr fahre ich auf die Auffahrt meiner Eltern. Unter Zeitnot liefere ich Mukkel ab und fahre sofort weiter, denn ich muss noch in die Firma des Mannes. Er hat noch die Krankenversichertenkarte von Kröte…
15:43 Uhr, wir betreten die Augenarztpraxis. 2 Minuten vor dem vereinbarten Termin. Yay!
Das Wartezimmer ist voll, Kröte will unbedingt die Zeitschriften abräumen und ich müsste dringend mal aufs Klo.

16:40 Uhr fertig! Wir sitzen wieder im Auto und sind auf dem Weg nach Hause. Ich habe aus dem Sprechzimmer den Mann gebeten, nach der Arbeit den Mukkel abzuholen. Da bei uns im Ort gerade eine Großbaustelle ist, ist die eigentlich recht kurze Fahrt oft eher eine Anreise. Und heute bin ich schon 8 unglaubliche Male dort durch gefahren!

17:05 Uhr: Zu Hause!
Kröte spaziert sofort zum Sandkasten und matscht weiter, diesmal ohne Seifenlauge. Ich überlege trotzdem kurz ob ich ihm Matschklamotten anziehen soll, habe aber keine Lust auf den Kampf.

Es ist Zeit für´s Abendessen. Es gibt ruck-zuck-Kartoffeln-Brokkoli.
Während das Essen gart, ent- und belade ich den Wäschetrockner und sauge die untere Etage.

17:35 Uhr Essen ist fertig! Kröte schmeckts – wie eigentlich immer *hihi

17:50 Uhr Mukkel und Papa kommen nach Hause. Endlich haben wir Zeit für uns und können noch ein bisschen gemeinsam spielen.

19:00 Uhr 50 % der Kinder schlafen und ich blogge über diesen Tag.

Was macht ihr eigentlich den ganzen Tag?

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